LGBTQ+ Filme – Eine Auswahl Teil 1

LGBTQ+ Filme – Eine Auswahl Teil 1

Zum #PrideMonth möchten wir euch ein paar LGBTQ+ Filme näher bringen, die nicht nur von den Kritiker*innen gelobt wurden, sondern auch mir und meinen Team-Kolleg*innen sehr gut gefallen haben.

Den Anfang macht der historische Film „Stonewall“, dessen Ereignis der Beginn der Emanzipation der LGBTQ+ Bewegung war. „Stonewall“, aus dem Jahr 2015, ist ein Film des Regisseurs Roland Emmerich. Die Story dreht sich um Danny Winters, der von seinen Eltern aus der ländlichen Provinz verstoßen wird, sein Glück in New York sucht und sich ein befreites schwules Leben erhofft. Er stößt auf eine Gruppe junger Aktivist*innen, die verzweifelt versuchen, ihre Liebe frei ausleben zu dürfen. Das „Stonewall Inn“ ist ihre Stammkneipe. Von der Mafia betrieben, ist sie jedoch alles andere als ein sicherer Zufluchtsort. Danny und seine Freund*innen sind tagtäglich Diskriminierungen ausgesetzt, werden öffentlich beleidigt und verprügelt. Die Freund*innen wollen sich den Unterdrücker*innen und den gewaltbereiten Polizist*innen in den Weg stellen. So beginnt im Jahr 1969 der Auftakt zum Aufstand in der Christopher Street, in der das „Stonewall Inn“ sein Zuhause hat. Danny erlebt aber nicht nur den Stonewall-Aufstand mit, sondern im Jahr 1970 auch den ersten offiziellen Gay-Pride-Marsch durch New York.
Roland Emmerichs Film schafft es durch seine kraftvollen Bilder, die Anfänge der LGBTQ+ Bewegung gekonnt zum Leben erweckt.

Ein weiterer Lieblingsfilm ist der ebenfalls 2015 erschienene Film „The Danish Girl“ mit Eddie Redmayne und Alicia Vikander in den Hauptrollen. In diesem Biopic wird das Leben der intersexuellen Malerin Lili Elbe näher betrachtet.
Lili Elbe ist die erste Person die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hat.
Besonders eindrücklich ist die innige Beziehung zwischen Lili ehemals Einar und ihrer/seiner Frau Gerda. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film besticht mit einer faszinierenden Ästhetik, die durch das ausgezeichnete Schauspiel der Hauptdarsteller*innen noch komplimentiert wird. Eddie Redmayne schafft es der Figur der Lili eine Sanftheit zu geben, die sich jedoch nicht hinter der Kraft von Gerda verstecken muss. Das Zusammenspiel von Kostüm, Szenerie und Schauspiel lässt diesen Film zu einem wahren Filmgenuss werden. Alicia Vikander gewann 2016 als beste Nebendarstellerin einen Academy Award. Auch von Kritiker*innen der LGBTQ+ Community wurde der Film gelobt.

Ein LGBTQ+ Klassiker ist die Verfilmung von E.M. Forsters Roman „Maurice“ aus dem Jahr 1987.
Maurice behandelt eine schwule Liebesbeziehung im edwardianischen England zwischen den Kommilitonen Maurice und Clive.
Die beiden Liebenden finden jedoch nicht zueinander, da Stand und Gesellschaft eine homosexuelle Liebe nicht zulassen. Maurice unterdrückt seine Homosexualität und heiratet standesgemäß. Clive kann mit dieser Zurückweisung nicht umgehen, doch nach einigen dramatischen Ereignissen findet Clive sein Glück. Maurice hingegen muss damit leben seine wahren Gefühle für immer zu verstecken.
In dieser Verfilmung brillieren sowohl der junge Hugh Grant als Clive, als auch James Wilby als titelgebende Rolle des Maurice. Komplettiert wird das Ensemble durch den Schauspieler Rupert Graves, der vielen aus der Serie Sherlock bekannt sein wird. Alle drei jungen Hauptdarsteller waren noch recht unbekannt, jedoch wurde ein Nebencharakter mit dem prominenten Sir Ben Kingsley besetzt.

Diese Filme findet ihr als DVD in der Stadtbibliothek Pankow oder unter www.voebb.de

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